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Unterrichtseinheit
Judentum
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Jude ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde. Jude sein bestimmt sich also in erster Linie als Zugehörigkeit zu einem Volk und erst in zweiter Linie zur Religion.
- keine Missionierung, aber Proselyten
- Differenzierung: orthodoxes J., konservatives J., Reform-J., nicht-religiöses J.
Theologie
- strenger Monotheismus — Schöpfer — wirkt in Israels Geschichte
- überwiegend Diesseitsorientierung, kleiner Teil Messianismus
Schriften
- Tanach: hebräische Bibel aus Tora, Propheten und Schriften
- Tora (fünf Bücher Mose): Grundlage des Glaubens und Handelns,
Gebrauch im Gottesdienst
- Talmud: Sammlung der verbindlichen mündlichen Tradition (Mischna) und der rabbinischen Auslegung (Gemara)
Sabbat
"Viel mehr als Israel den Sabbat gehalten hat, hat der Sabbat Israel gehalten"
–› zentrale Stellung des Sabbats für die Kontinuität des Judentums.
Die doppelte Prägung des Sabbats als Tag der Arbeitsruhe und Feier der Freiheit hat ihren Ursprung in der zweifachen biblischen Herleitung aus Schöpfungs- und Exodusüberlieferung. Häusliche Feier und Synagogenbesuch.
Feste
Der jüdische Festkalender zeigt eine doppelte Orientierung: Einerseits spiegelt sich das bäuerliche Jahr und der Naturkreislauf, andererseits vergegenwärtigen die Feste bedeutsame Ereignisse der Geschichte Israels mit seinem Gott.
Aus der jüdischen Geschichte
| 70 n. Chr. |
Definitives Ende der Eigenstaatlichkeit |
| 135 n. Chr. |
Nach Bar-Kochba-Aufstand endgültige Vertreibung der Juden aus Palästina –› Diaspora in Mittel- und Osteuropa sowie Nordafrika u. Spanien. |
| 500 n.Chr. |
Talmud komplett |
| Bis in Neuzeit |
Häufige Verachtung, Ausgrenzung und Verfolgung von Juden im Christlichen Europa. • Entstehung von Ghettos • Vorwürfe: Gottesmörder, Hostienschändung, Verantwortung für Krankheiten und Katastrophen |
| 19. Jhd. |
Steigerung des Antijudaismus zum Antisemitismus –› Assimilation und Übertritt zum Christentum bieten keinen Schutz vor Verfolgung |
| 1896 |
Theodor Herzl: "Der Judenstaat" –› Zionismus als eine mögliche Antwort auf Antisemitismus; Ziel einer Staatsgründung in Palästina |
| Shoah |
Systematische Verfolgung und Versuch der Ausrottung des Judentums durch Nationalsozialismus |
| 1948 |
Gründung des Staates Israel –› Palästinenserproblem/ israelisch-arabische Kriege. |
| Ab 70er Jahre |
Verstärkt diplomatische Friedensbemühungen. |
| 1994 |
Gaza-Jericho-Abkommen mit palästinensischer Teilautonomie | |