Grundwissen für Schüler

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Grundwissen Deutsch Klasse 5

 

Unterrichtseinheit Wortarten, Satzarten und Satzglieder

 

Inhalt:

Grundwissen einer Unterrichtseinheit für die Schule.

  • Wortarten
  • Satzarten
  • Satzglieder

 

1. Wortarten

Die Grundwortarten sind:

  • Substantiv

  • Verb

  • Adjektiv

  • Adverb

  • Artikel

  • Pronomen

  • Verbaladjektiv

  • Konjunktion

  • Präposition

  • Interjektion

  • Verbzusatz

 
Substantiv

Mit Substantiven werden Gegenstände, Personen, Sachverhalte usw. bezeichnet.
Substantive werden stets groß geschrieben. Oft werden Substantive mit Artikel gebraucht. Im Deutschen kennzeichnet der Artikel Genus (grammatisches Geschlecht), Numerus (Singular oder Plural) und Kasus (Fall) eines Substantives.

Numerus: Die meisten Substantive kommen im Singular und im Plural vor:
Das Lamm – die Lämmer; der Tisch – die Tische, die Freude – die Freuden.

Kasus: Substantive kann man in verschiedene Fälle (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ) setzen:

Kasus: Femininum Maskulinum Neutrum Femininum Maskulinum Neutrum
Nominativ die Treppe der Hund das Bein die Treppen die Hunde die Beine
Genitiv der Treppe des Hundes des Beines der Treppen der Hunde der Beine
Dativ der Treppe dem Hund(e) dem Bein(e) den Treppen den Hunden den Beinen
Akkusativ die Treppe den Hund das Bein die Treppen die Hunde die Beine

 
Verb

Verben sind so genannte Tätigkeits- bzw. Zeitwörter. Man unterscheidet einerseits zwischen starken und schwachen Verben - die starken ändern u.a. in den verschiedenen Zeiten ihren Stammvokal und enden im Partizip II auf "-en" - und andererseits zwischen VOLL-, MODAL- und HILFSverben.

Beispiel für ein schwaches Verb:
"ich arbeite, ich arbeitete, ich habe gearbeitet"

Beispiel für ein starkes Verb:
"ich finde, ich fand, ich habe gefunden"

Beispiele für Vollverben:
"arbeiten", "finden", "schreiben", "rennen"

Hilfsverben:
"sein", "haben", "werden"

Modalverben:
"sollen", "mögen", "dürfen", "müssen", "können", "wollen"

 
Adjektiv

Adjektive bezeichnen meist eine Eigenschaft einer Sache, eines Sachverhalts. Adjektive können im Allgemeinen attributiv ["Das schnelle Auto"] oder adverbial ["Das Auto fährt schnell."] verwendet werden.
Viele Adjektive sind steigerbar, aber nicht alle. Die Steigerung kann regelmäßig oder unregelmäßig erfolgen.
[schnell, schneller am schnellsten] <-> [gut, besser, am besten]

 
Adverb

Adverbien machen Angaben zu Umständen eines Vorgangs oder einer Eigenschaft. Die meisten Adverbien können sowohl als Satzglieder als auch als Attribute verwendet werden.

Neben dem »normalen« attributiven Gebrauch vor einem Adjektiv ist auch der attributive Gebrauch beim Substantiv mit nachgestelltem attributiven Adverb zu beachten:
Der Mann dort (attributiv) geigt heute (adverbial) sehr (attributiv) gut.

Adverbien unterscheiden sich von Präpositionen und Konjunktionen dadurch, dass sie als Attribut oder als Satzglied verwendet werden.

 
Artikel

Es gibt zwei Arten von Artikeln, den bestimmten Artikel und den unbestimmten. Den unbestimmten Artikel gibt es nur im Singular. Artikel werden zur Verdeutlichung von Genus, Numerus und Kasus einer Person oder einer Sache, also eines Substantivs benutzt.

Zwischen Artikel und Bezugswort können andere Wörter treten:
Der von allen guten Geistern verlassene Fahrradfahrer.

Der Artikel ist immer ein Attribut, also nie ein Satzglied!

 
Pronomen

Pronomen sind - vom Wortsinn her - Stellvertreter eines Nomens, eines Substantives, können aber auch zur näheren Bestimmung eines Substantives dienen, dann gelten sie als Begleiter. Manche Pronomen ersetzen tatsächlich ein Substantiv, z.B. »ER« <--> »der Mann«.

Andere Pronomen, z.B. »DIESER«, lassen sich statt eines Artikels attributiv und als Satzglied verwenden: »DIES habe ich nicht gewusst. JENER Mann saß am Steuer.«

Untergruppen:

  • Demonstrativpronomen

  • Fragepronomen

  • Indefinitpronomen

  • Personalpronomen

  • Possessivpronomen

  • Relativpronomen

  • Reflexivpronomen

 
Verbaladjektiv

Verbaladjektive werden jene Verbformen genannt, die sich wie ein Adjektiv verhalten, also als deklinierte Partizipien ("Partizip" ist keine Wortart, sondern Bezeichnung einer Verbform) verwendet werden: Während die infinite Verbform »gefahren« als Prädikatsteil anzusehen ist - »Ich bin dorthin gefahren.« -, muss das deklinierte Partizip im Satzteil -»Das GESCHLACHTETE Schwein« eher wie ein Adjektiv aufgefasst werden.

 
Konjunktion

Die Konjunktionen verbinden Sätze, Satzglieder, Satzteile oder Teilsätze.
An sich unterscheidet man zwischen echten Konjunktionen, die Haupt- und Teilsätze verbinden, z.B. »UND«, und Subjunktionen, die Nebensätzeattributiven oder adverbialen Charakters verkoppeln.

Beispiele: Als, wie, dass, ob

 
Präposition

Präpositionen bezeichnen Verhältnisse zwischen Personen und Sachen. Sie drücken kausale, lokale, modale und temporale Aspekte aus.

Beispiele: Nach, in, wegen

 
Interjektion

Die Interjektion ist ein unflektierbarer Ausruf ohne syntaktische Funktion, sie steht in der Regel außerhalb des Satzes zwischen Kommas.

Beispiele: Aua, He

 
Verbzusatz

Verbzusätze sind die Teile eines Verbs, die im Infinitiv und als Partizip mit dem Verb zusammengeschrieben werden.

Beispiele: aufstehen, einschlafen, vorübergehen; aufgestanden, eingeschlafen, vorübergegangen;

 

2. Satzarten

Die Sätze der deutschen Grammatik können nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden. 
Die Bezeichnungen für die verschiedenen Satzarten (-formen oder -typen) sind in der Schulgrammatik nicht einheitlich. Im Allgemeinen kommen die nachfolgenden Einteilungen vor:

Satzarten unter dem Aspekt der Handlungsart

  • Aussagesatz (auch: Behauptungssatz, Erzählsatz, Deklarativ- oder Konstativsatz genannt)

  • Fragesatz (Interrogativsatz)

  • Befehlssatz (Imperativsatz)

Satzarten unter dem Aspekt der Satzverbindung

  • Hauptsatz

  • Nebensatz

Nebensatzarten unter dem Aspekt ihrer Satzgliedfunktion

  • Gliedsatz
    (Subjekt-, Objekt-, Adverbial-, Prädikativsatz (Attributsatz))

  • Attributsatz

Nebensatzarten unter dem Aspekt ihrer Einleitung

  • eingeleitete Nebensätze
    durch unterordnende Konjunktion (Konjunktionalsätze), Relativ- oder Interrogativpronomen, Adverbien

  • Nebensätze ohne Einleitung
    (bei Verben des Sagens und Denkens, indirekte Rede; Konditionalsätze)

 

3. Satzglieder

  • Subjekt

  • Prädikat

  • Prädikatsnomen

  • Genitivobjekt

  • Dativobjekt

  • Akkusativobjekt

  • Präpositionalobjekt

  • Kausaladverbiale

  • Lokaladverbiale

  • Modaladverbiale

  • Temporaladverbiale 

 
Subjekt

Ein SUBJEKT antwortet auf die Fragen: Wer? oder Was? Darauf antworten:

  1. Ein Pronomen, Substantiv oder Numerale im Nominativ:
    Sie / Die Frauen / Zwei aßen Lachs.

  2. Ein einfacher oder erweiterter Infinitiv, »Zu träumen ist keine Sünde«, oder eine Partizipialgruppe, »Gut gewettet ist halb gewonnen.«

  3. Ein Gliedsatz: »Wer schläft, sündigt nicht.«
    Zusammengesetzte Ausdrücke, wie z.B. »Ich und du«, gelten als EIN Subjekt!

 
Prädikat

An sich hat ein Satz nur ein Prädikat. Dieses antwortet in erster Linie auf die Fragen: »Was tut das Subjekt? Was geschieht?« Das Prädikat wird durch Verben repräsentiert.
Was tut die Mutter? Mutter bäckt Kuchen. Ilse hat ihn aufgegessen.

Hier sieht man nun, dass das Prädikat aus zwei Teilen bestehen kann: »hat« und »aufgegessen«.

 
Prädikatsnomen

Das Prädikatsnomen oder Prädikativ ist ein nichtverbales Wort, das zusammen mit einem »sein«-Wort das Prädikat bildet.
Wenn das Prädikatsnomen ein Substantiv ist, kann man danach wie nach dem Subjekt mit Wer? oder Was? fragen.
Einfacher ist es, sich die Wörter sein, werden, bleiben, sich erweisen und ähnliche zu merken, auf die das Prädikatsnomen folgt.a) Udo ist SCHÖN.

Beispiele

b) Er will ARZT werden.
c) Diese Idee ist UMWERFEND.
d) Er bleibt ein LÜGNER.
f)  Das Buch erwies sich als LADENHÜTER. 

 
Genitivobjekt

Ein Genitivobjekt antwortet auf die Frage Wessen? Es ist heute aber recht selten geworden. Die meisten Substantive im Genitiv sind Genitivattribute (Das Reden der Schüler...)

Genitivobjekte können sein:

  1. Ein Pronomen, Substantiv, Numerale im Genitiv »Ich gedenke seiner«.

  2. Ein Gliedsatz: »Ich rühme mich nicht, dass ich noch nie etwas vergessen habe.«

  3. Ein Infinitiv mit ZU: »Er beschuldigte mich, Geld gestohlen zu haben.«

 
Dativobjekt

Ein Dativobjekt antwortet auf die Frage Wem?
Das geschieht durch:

  1. Ein Pronomen, Substantiv, Numerale im Dativ
    »Ich helfe dir / dem Kinde /allen /dreien

  2. Einen Gliedsatz:
    »Ich sah zu, wie der Sturm nahte

 
Akkusativobjekt

Ein Akkusativobjekt antwortet auf die Fragen Wen? oder Was? z. B. durch:

  1. Ein Pronomen, Substantiv, Numerale im Akkusativ
    »Ich sehe zwei / dich / Bäume«.

  2. Einen Infinitiv mit "zu": »Er versprach, das Rauchen aufzuhören

  3. Einen Gliedsatz. Beliebt sind »dass«-Sätze,
    z. B. »Er sagt, dass er gern reite
    Aber auch: »Sie meint, er reite gern

 
Präpositionalobjekt

Ein Präpositionalobjekt kann repräsentiert werden durch einen präpositionalen Ausdruck, einen Gliedsatz, einen Infinitiv mit "zu", ein Pronominaladverb.
Das Präpositionalobjekt lässt sich vom Verb her nur mit seiner Präposition erfragen, z.B. »Auf wen / worauf hoffst du?«

Beispiele

  • Ich hoffe auf einen warmen Sommer.

  • Ich warte auf den Freund.

  • Ida passt auf ihre Schwester auf.

 
Kausaladverbiale

Das Kausaladverbiale antwortet auf Fragen wie warum?, wozu?, womit?, unter welcher Bedingung?
Wie man der angegebenen Fragereihe entnehmen kann, wir hier der Begriff "kausal" im weitesten Sinn als "begründend" aufgefasst.

Beispiele

  • Darum, aus diesem Grunde...

  • Unter diesen Umständen;

  • Wenn du das machst,...

  • ...,so dass ich schreien könnte;

  • Zur Erholung, damit wir uns erholen könnten,...´

 
Lokaladverbiale

Das Lokaladverbiale antwortet auf Fragen wie wo?, wohin?, woher? in der Form:
Eines Adverbs: »DORT«
Eines präpositionalen Ausdrucks: »AUF DEM TISCH«
Eines Gliedsatzes »WOHIN DU GEHST, gehe ich auch.«

 
Modaladverbiale

Das Modaladverbiale antwortet im weitesten Sinn auf die Frage wie?,
also auch auf die Fragen wie viel?, wie sehr?, mit wem? / ohne wen?, woraus?.

Beispiele

Ida singt leise.
Udo ist schön.
Das Bein ist aus Holz.

 
Temporaladverbiale

Das Temporaladverbiale antwortet auf Fragen wie wann?, wie lange?, bis wann?

Beispiele

Abends ging er ins Bett und schlief bis zum nächsten Morgen.
Seit langem hatte er das nicht getan.
Als es läutete, schlief er schon.

 
Kein Satzglied

Normalerweise ist »kein Satzglied« natürlich kein Satzglied.
Beim Untersuchen normal sprachlicher Sätze jedoch ist es notwendig,
auch Nicht-Satzglieder als solche zu kennzeichnen.
Dazu gehören alle Konjunktionen, z. B. und, wie, weil und die Interjektionen.

 
Attribut

Ein Attribut ist kein Satzglied, sondern immer nur Satzgliedteil. Man könnte es auch als Untersatzglied bezeichnen. Attribute sind nähere Bestimmungen, die auf die Frage was für ein? antworten.

Beispiele

Adjektivisches Attribut: Der gute Mann...
Adverbielles Attribut: Der Baum dort...
Genitivattribut: Das Haus des Vaters...


     
 

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